Beringung

Wichtige Information vorab

Beringung

Das Beringen fügt den Tieren keine Schmerzen zu. Der Ring wird mit einer abgerundeten Zange zugeklippt. Die Jungvögel stellen sich tot; sie fallen in eine Schreckstarre (Akinese, s. hierzu Wikipedia), was Sie mit Klick auf unserem Bild in diesem Artikel deutlich erkennen können. Das passiert auch, wenn man einem Jungvogel im Gelände begegnet und ihm zu nahe kommt. Ein Altvogel fliegt fort, wenn Sie ihm zu Nahe kommen.

 

Beringung 2015

Von 28 Brutpaaren haben nur 19 Brutpaare erfolgreich brüten können und es galt für die Elternstörche 55 Jungstörche zu hegen und zu pflegen. Dabei können wir die Jungstörche auf den Hochspannungsmasten nicht zählen und sind hier demnach nicht berücksichtigt. 26 Jungstörche wurden beringt.

Bemerkenswert ist, dass in diesem Jahr aus nur 19 Brutpaaren 55 Jungstörche hervorgingen. Das sind durchschnittlich 2,9 Junge pro Brutpaar. Gegenüber dem Jahr 2014 eine beachtliche Anzahl, denn in 2014 waren es ebefalls 55 Jungstörche, aber auf 23 Brutpaare verteilt.

 

Beringung 2014

Das Storchenjahr 2014 konfrontierte unsere Störche dieses Mal mit besseren Wetterbedingungen und so können wir auf ein erfolgreiches Jahr für die Weißstorchpopulation in Wiesbaden-Schierstein zurückblicken. Insgesamt konnten in Schierstein 24 Horstpaare gezählt werden. Bei 23 Paaren stellte sich Nachwuchs ein. Es verließen insgesamt 55 Jungstörche ihre Nester in die freie Wildbahn. Das sind 12 Jungstörche mehr als im Jahr 2013. Von den Jungstörchen konnte der Verein 25 Jungstörche beringen. Unberingt blieben 30 Jungvögel wegen Unerreichbarkeit auf den Hochspannungsmasten oder auch auf besonders hohen Bäumen.

 

Beringung 2013

Beringung-Akinese

Insgesamt wurden 43 Jungstörche von 21 Brutpaaren erbrütet. Wir konnten 23 Jungvögel beringen.

 

Beringung 2012

18 Brutpaare erbrüteten in diesem Jahr 48 Jungstörche. 22 von ihnen konnten beringt werden; 26 blieben ohne Ring. Zählt man noch die Jungen auf dem Horst in der Küferstraße hinzu, dann sind das 51 Jungstörche im Jahr 2012 (auch die Jungen auf diesem Horst blieben wegen Unerreichbarkeit ohne Ring).

 

Beringunszentralen

Für die wissenschaftliche Vogelberingung in der Bundesrepublik Deutschland gibt es nur drei Beringungszentralen. In vielen Ländern gibt es gar keine.

Galerie Beringung

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Alu-Ringe bis 2001

Soweit in ihren Horsten erreichbar, werden die noch nicht flüggen Jungstörche beringt. Bis zum Jahre 2001 verwendete man dafür Alu-Ringe, in die eine offizielle Kennung eingestanzt war. Die Alu-Ringe, die den Ständer des Tieres sehr fest umschließen, boten auch Verletzungsgefahren. Die Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein e.V. beteiligte sich finanziell an der Weiterentwicklung der Ringe. Seit 2001 werden die sogenannten "Elsa-Ringe" aus schwarzem Kunststoff benutzt. ELSA steht für European Lazer Signed Attachment. Sie sind mit einem weißen Aufdruck gut ablesbar und schmiegen sich gefällig um das Storchenbein.

Jeder Storch erhält eine einmalige Nummernkombination. Die Ringe geben Aufschluss über Zugverhalten, Horsttreue und mögliche Todesursachen der Tiere. Die abgelesenen oder durch Ringfunde ermittelten Daten werden an die für die Storchenbetreuer zuständigen Vogelwarten weitergegeben.

Fundmeldungen und die Geschichten dazu

Anhand der Rückmeldungen lässt sich beispielsweise der interessante Lebenslauf eines Schiersteiner Storches verfolgen:

1978 wird der drei Jahre alte Storch in Groß-Rohrheim gekauft und zunächst als Bodenstorch in Schierstein gehalten. Am 12.03.1979 erhält er einen Ring mit einer nicht offiziellen Nummer (WI 6200) und kommt in den Freilass. 1979 brütet er auf Horst 2 in Schierstein. 1981 nimmt er Horst 8 als Brutplatz und reißt später aus. In der 43. Woche 1981 wird er von einem Mitarbeiter der Storchengemeinschaft in Neustadt an der Saale eingefangen und nach Wiesbaden zurückgebracht. Am 31.10.1981 erhält er die amtliche Kennnummer HEL 0657. Er brütet in den folgenden Jahren weiter in Schierstein.

In der Rubrik AKTUELL haben wir auch eine Geschichte zu unserem Elsässer.