Aktivitäten

Meister Adebar ist als Kulturfolger dem Menschen eng verbunden, als Wildvogel führt er aber ein Eigenleben.

Was die Storchenfreunde in Schierstein ihm anbieten können, sind Nisthilfen, die er gerne annimmt. Und so wurde im Laufe von mehr als 40 Jahren auf den vom Zimmermann angefertigten Horsten reichlich Nachwuchs erbrütet.

Die Aufgaben in der Übersicht

Die Aufgaben der Storchengemeinschaft umfassen neben der Betreuung der Störche Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von Vorträgen, Führungen und Beiträgen in den Medien. Die Storchengemeinschaft ist im Naturschutz engagiert und arbeitet mit im „Arbeitskreis Rheinauen-Storch“ und in der „Arbeitsgruppe Weißstorchberingung in Hessen“.

Die Mitglieder der Storchengemeinschaft arbeiten ausschließlich ehrenamtlich. Die Kosten für die anfallenden Arbeiten und Geländekäufe im Rahmen der Biotopvernetzung werden durch Spenden und Fördergelder gedeckt. Der letzte Geländekauf erfolgte im Oktober 2015.

 

Kontrolle der Gelege

Nach der Eiablage erfolgt auf diesen Nestern eine regelmäßige Kontrolle der Gelege (die Horste auf den Hochspannungsmasten und die Nester in den Bäumen bleiben wegen Unerreichbarkeit außen vor). Durch die Kontrollen wird auch der richtige Zeitpunkt für die Beringung ermittelt.

Nach dem Flügge werden lauern erste Gefahren auf die Jungstörche: Manche landen auf ihrem ersten Ausflug im noch nicht gemähten Gras oder Gebüsch und finden aus eigener Kraft nicht aus dem Pflanzengewirr heraus. Auch hier sind regelmäßige Kontrollgänge nötig, um die Jungstörche wieder zu befreien.

Tag der offenen Tür

Einmal im Jahr haben Besucher am Tag der offenen Tür die Möglichkeit, via Spektiv oder Fernglas einen Blick in Meister Adebars Wohnzimmer zu werfen. – Solange die Jungen noch nicht flügge sind, finden auch auf vorherige Anmeldung hin Führungen statt. Bei dieser Gelegenheit können die Gäste aus der nötigen Fluchtdistanz die Störche beobachten.

Horstreinigung

Sind die Störche zu ihrer Reise in den Süden aufgebrochen, findet gegen Jahresende (meist Anfang Oktober) die Horstreinigung statt, wo die Nester auf den Nisthilfen mit Hilfe einer Leiter oder eines Hubsteigers entfernt werden (die Horste auf den Hochspannungsmasten werden von der KMW (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden) abgeworfen, die meisten Nester auf den Bäumen sind unerreichbar und wachsen im Laufe der Zeit zu schweren Aufbauten heran.

Rekonvaleszenzzeit unter Beobachtung

Es kommt hin und wieder auch vor, dass Störche verletzt aufgefunden werden. Außer dem notwendigen Gang zum Tierarzt haben sie in einer Voliere in einem eingezäunten Wiesen-Areal mit Storchenteich die Möglichkeit, hier ihre Rekonvaleszenzzeit unter Beobachtung der Storchenbetreuer zu verbringen.

Öffentlichkeitsarbeit

Vorträge, Öffentlichkeitsarbeit und eine „Storchenstatistik“ vermitteln Interessierten einen weiteren Einblick in die Aktivitäten der Storchengemeinschaft.

Nachfolgend berichten wir regelmäßig über aktuelle Aktionen der Storchenfreunde.

Führungen über das Gelände