Archiv 2013

Grorother Mühle

Um den Storchenhorst bei der Grorother Mühle in Frauenstein auf dem Wiesenstück mit dem Storchenhorst vor zu engem Kontakt mit vorbeiflanierenden Spaziergängern zu schützen, legt die Storchengemeinschaft um das Grundstück mit den Ästen und Reisern der Weide eine sog. Benjeshecke an. Bald werden die Zweige von Gras und Buschwerk durchwachsen sein und so Vögeln und Kleingetier einen sicheren Unterschlupf bieten. Zweibeinern und Vierbeinern wird somit der Zugang zur Wiese und dem Horst verwehrt.

 

Trauriger Fund am 20. Mai 2013

Tag der offenen Tür am 09. Juni 2013

Jedes Jahr, immer am zweiten Sonntag im Juni, veranstaltet der Verein einen Tag der offenen Tür. In diesem Jahr machten Gewitter und starker Regen die Begehung der geplanten Rundwege unmöglich. Trotzdem konnten Hubertus Krahner und Helfer des Vereins die zahlreichen Besucher über den "Stochenalltag" informieren.

 

Beitrag Rheingau Echo

Einen Beitrag zum Tag der offenen Tür (von der freien Journalistin Christa Kaddar) finden Sie im Rheingau Echo, oder hier einfach dem Link folgen.

Zum Beitrag im Rheingau Echo

Verlust eines Horstes

Leider haben wir in der Nacht vom 19. Mai auf den 20. Mai 2013 ein Storchennest verloren. Eine Spaziergängerin meldete ihren Fund telefonisch bei Hubertus Krahner. Wenige Stunden später waren wir vor Ort. Fast am Ende des Radweges direkt am Rhein, zwischen Rheinkilometer 6 und 7, konnten wir leider nur noch einen einsam wachenden Storch fotografieren und das ganze Malheur drumherum am Boden. Ein morscher Baum, ein sehr schwerer Horst und eine starke Windböe ergeben in der Summe diese kleine Katastrophe für unser Storchenpaar. Wir haben das Gelände nach Jungen ringsherum abgesucht, aber keine Jungen entdecken können. Vielleicht liegen sie unter dem schweren Nistmaterial begraben.

Storchendramen 2013

Die Presse schenkte den Störchen Aufmerksamkeit, allen voran die Rhein Main Presse mit ihren Beiträgen Ende Mai 2013. Trotz der wetterbedingten schwierigen Bedingungen für unsere Weißstörche, haben wir der Natur freien Lauf gelassen. Es war lange zu naß und zu kalt. Es gab zwar genügend Futter, aber bei Starkregen gehen die Elternstörche nicht auf Futtersuche. Wer unseren Webcam-Horst regelmäßig besuchte, konnte beobachten, dass aus fünf Eiern vier Junge schlüpften - und nur ein Junges letzten Endes überlebte.

In Delkenheim haben wir das Schicksal der Jungstörche auf dem Strommast der Süwag am Ortseingang von Delkenheim verfolgt. Siggi Schneider versuchte mit Anwohnern die Jungvögel zu retten. Leider vergebens, trotz aller Bemühungen.

Drei Jungstörche auf der Deponie in Wicker sind wahrscheinlich Opfer des "Plastikfutters" geworden.

Rückblick auf das Storchenjahr 2013

winterstoerche

Foto: F. Deuter

Abgesehen von einigen Wintergästen sind nun alle Störche in ihren Winterquartieren, oder noch auf dem Weg dorthin. Von den 21 Storchenpaaren die dieses Jahr Schierstein als Sommerquartier gewählt hatten, konnten trotz des ungünstigen naß-kalten Wetters 18 Paare für Nachwuchs sorgen. Insgesamt 43 Jungstörche erblickten in Schierstein das Licht der Welt.

Zwei dieser Jungstörche kamen leider ums Leben als in der Nacht vom 19. auf den 20.05. die Weide am Leinpfad, auf der sich ihr Horst befand, durch ein Unwetter umstürzte. Ansonsten hatten wir glücklicherweise keine Verluste unter dem Nachwuchs zu verzeichnen. Und so hoffen wir, daß einige von ihnen in 3 Jahren, wenn sie erwachsen geworden sind, wieder zurück an den Rhein kommen.

Das Jahr 2013 brachte neben vielen Jungstörchen und einigen personellen Veränderungen in der Schiersteiner Storchengemeinschaft vor allem ein neues Medium hervor. Seit März diesen Jahres verfügt die Storchengemeinschaft dank einer Spende der Bäckerei Schröer über eine Webcam. Diese ist zwar über die Wintermonate abgeschaltet, da der Horst an dem sie montiert ist jetzt Winter verlassen ist, aber ab dem Frühjahr wird man den Störchen wieder hier ins Nest gucken können. Zudem gibt es auch einen Newsletter der, ebenfalls über die Homepage der Storchengemeinschaft unter der Rubrik Kontakt abboniert werden kann.

Wir bedanken uns für die Unterstützung und das Interesse an unserer Arbeit.

Text: S. Thimm