Archiv 2014

Neuer Schaukasten

Der alte, hölzerne Schaukasten am Schiersteiner Hafen wurde durch einen neuen und größeren Schaukasten ersetzt. Maßgebliche Unterstützung erfuhren wir hier durch die Schreinerei Höhn. Vielen Dank.

 

Arbeitseinsatz am 22. Februar 2014

Aufmerksame Beobachtung

Der milde Winter zwingt uns dieses Jahr frühzeitig, ins Gelände zu gehen. Viele Störche und auch Storchpaare haben sich bereits eingefunden oder waren gar nicht fort. Auch andere Tiere sind schon fleißig beim Nestbau, wie Herr Krahner zweifelsfrei beobachten konnte. Zu unserer besonderen Freude hat sich ein Storch auch auf dem Kamera-Horst eingefunden. Wir hoffen sehr, dass er bald einen Partner-/in finden wird, damit wir auch in diesem Sommer wieder schöne Bilder präsentieren können. Er sammelte fleißig Nistmaterial.

Die Galeriebilder geben einen kleinen Einblick in die vielfältigen Aufgaben, die von den freiwilligen Helfern abgearbeitet werden. Das Schilf um den See muß gelichtet werden. Dafür bedarf es auch mal einen Gang in den See. Für den Ablauf des Wassers aus dem See wird regelmässig der Abluss gereinigt. Auf enem Bild erkenn Sie gut den freien Blick auf den See nach dem Schneiden des Schilfs.

Herrn Höhn von der Schreinerei Höhn in Schierstein baute einen neuen Schrank für die sichere Aufbewahrung unserer Präparate. Die Tierpräparate können am Tag der offenen Tür besichtigt werden.

Gerne hätten wir einen neuen Horst in der Voliere aufgestellt. Ein Wagenrad wurde auf einen schweren Mast montiert und soll als Basis für einen Horstaufbau dienen. Leider war der Mast so schwer, dass wir ohne weitere Hilfe den neuen Horst nicht aufstellen konnten. Wir möchten schließlich keine bösen Unfälle produzieren. Für das Aufrichten werden wir in den nächsten Tagen professionelle Hilfe organisieren.

Der Freisitz auf dem Wasserwerkgelände ist regelmäßig zugewuchert. Wenn jetzt nicht geschnitten wird, hat niemand mehr einen Blick in das Gelände vom Hochsitz aus. Außerdem laufen wir Gefahr, dass die Marder über die Äste einen Weg in den Hochsitz finden und es sich bequem machen.

Herr Kautz prüfte die Kamera. In den nächsten Tagen wird eine kleine Korrektur vorgenommen und die Kamera wird wieder senden.

 

Arbeitseinsatz am 22. Februar 2014

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Die Storchensaison 2014 hat begonnen

Das war ein milder Winter. Bis Mitte März soll es laut Meteorologen keinen Schnee geben. Wenn es bei diesen milden Wetterverhältnissen bleibt, könnte es einer der fünf mildesten Winter seit Wetteraufzeichnungen werden. Nicht ohne Folgen für die Natur. Nicht nur die Pollen fliegen früher und ärgern Allergiker, sondern unsere Störche im Wasserwerkgelände fliegen und ziehen ihre Kreise über dem Wasserschutzgebiet auf der Suche nach Nahrung. Gegenwärtig haben wir 19 Brutpaare gezählt und zu unserer besonderen Freude hat sich schon ein Partner zu unserem Storch auf dem Kamerahorst gesellt, der letzte Woche zu unserem Arbeitstag noch nicht zu sehen war. Wir rechnen noch mit weiteren Ankömmlingen. Normalerweise legen die Störche Ende März zwei bis vier Eier. Anfang Mai recken dann die ersten kleinen Adebare ihre Köpfchen aus dem Nest. Wir werden sehen, ob für 2014 dieser Zeitplan auch gültig ist.

 

Das erste Ei am 20. März

Heute, am 20. März 2014, sehen wir im Kamerahorst schon das erste Ei.

Schiersteiner Heimatmuseum

Der überfahrene Storch vom 30. Mai wird präpariert und im Schiersteiner Heimatmuseum ausgestellt. Die Präparationskosten werden aus Ihren Spenden finanziert. Sobald der Storch ausgestellt ist, werden wir hier gesondert berichten. Die Newsletter-Empfänger werden auf jeden Fall extra benachrichtigt.

WebCam am 01. April

Da haben wir zwei mal zählen müssen. Sechs Eier werden im Horst bebrütet.

 

Fünf Jungstörche sind geschlüpft

Aus den insgesamt sechs Eiern haben am 25. April vier Babystörche die Eierschale durchbrochen und recken schon gierig ihre Hälse nach Futter. Zwei Tage später erblickte das fünfte Jungtier das "Storchenlicht" dieser Welt. Das sind viele Schnäbel, die ständig mit Futter versorgt sein wollen. Wünschen wir dem Storchenpaar alle Kraft, um diese Aufgabe erfüllen zu können.

Brutpaare

"Volieren-Paar"

24 Brutpaare zählen wir. Der neue Horst an der Voliere wurde von einem Paar gleich angenommen.

 

Grosses Unglück am 30. Mai für die Kamerastörche

Unser Horst Nr. 3, der "Kamerahorst", hat einen großen Verlust zu beklagen. Ein Elternstorch hat die Kollision mit einem Auto nicht überlebt. Wir fanden ihn auf der Autobahnzufahrt Frauenstein, auf der Höhe der Verkaufsstände. Sein Schnabel war voll von Würmern, die er auf der Futtersuche gesammelt hatte. Der verbliebene Elternteil wird es alleine nicht schaffen, fünf hungrige Schnäbel zu füttern. Dabei sind noch mindestens 3 Wochen zu bewältigen.

Wir haben uns entschlossen, ausnahmsweise tägliche Futterrationen zuzufüttern. Das Futter wird angenommen, wie die Kamerabilder zeigen. Von heute an wird täglich ein freiwilliger Helfer mit einer großen Leiter den Horst erklimmen und Futter hineingeben. Bitte halten Sie uns die Daumen, dass wir erfolgreich sein werden.

Wir wissen, dass das Zufüttern umstritten ist und normalerweise tun wir das auch nicht, damit der Zugvogel seinem Instinkt folgen kann und abfliegt. Nur in diesem Fall sind die Jungvögel gar nicht in der Lage, selbst Nahrung zu beschaffen. Wir werden sie jetzt nicht verhungern lassen, auch wenn das in den Augen der Kritiker nicht gern gesehen wird.

31. Mai 2014

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Was am Samstag, den 31. Mai passierte

Vorab: Es ist das Weibchen, die hier nun alleine über die Jungen wacht. Am Samstag, den 31. Mai waren wir unsicher, ob nun wirklich 75 Eintagsküken in den Horst gelegt werden sollten. Wir beobachteten schon den ganzen Vormittag, dass der Altvogel nur selten das Nest verließ und viel zu schnell wieder zurück war. Sie wartet auf die "Ablösung", die nun nicht mehr kommt. Sie traut sich nicht fort (Milane warten auf ihre Beutegelegenheit). Wahrscheinlich hat auch der Altvogel mit Sicherheit kräftigen Hunger und wir entschlossen uns, die 5 Jungvögel und einen erwachsenen Storch zu berücksichtigen mit allen 75 Küken. Schließlich wollen wir dafür sorgen, dass der Altvogel einigermaßen bei Käften seiner Bewacheraufgabe nachgehen kann.

Küferstrasse am 03. Juni 2014

Im Oktober 2012 wurde der Schornstein in der Küferstraße renoviert und dank des storchenfreundlichen Nachbarn im renovierten Wohnhaus, bekommen wir jetzt auch noch Bilder von den aktuellen Jungstörchen in diesem Horst.

Tag der offenen Tür am 15. Juni 2014

Das war ein herrlicher Tag. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen haben wir 612 Besucher gezählt. Am Ende der Veranstaltung waren Wein und Wasser ausgetrunken, alles Gebäck aufgegessen und unzählige Fotos geschossen worden.
Die Störche in ihren Horsten wußten sich richtig in Pose zu bringen und waren in Höchstform. Gut beraten war, wer ein Fernglas mitbrachte, denn es gab viel zu beobachten. Aber auch am Rande des Weges hielt so mancher ein lohnenswertes Naturmotiv für so beachtenswert, dass bis zum Schluss das Kameraklicken gar nicht aufhören wollte. Herr Krahner informierte drei Stunden lebendig und ohne eine Pause über unsere Störche mit kräftiger Stimme.

Am Eingang über den Wasserschutzdamm erhielten alle Besucher einen kleinen Federstorch als Begrüßungsgeschenk, der öfter auch den einen oder anderen spaßigen Kommentar provozierte. Der mit echten Federn geschmückte Storch (keine Storchenfedern!) enthielt nämlich im Schnabel ein kleines Babypüppchen und sorgte für Belustigung. Für die Kinder teilten wir ein Rätsel aus und wo sich eben Platz fand im Gelände, saßen Kinder mit ihren Eltern und rätselten fleißig über die Tiere, die im Buchstabensalat versteckt waren. Es gab natürlich eine kleine Belohnung für die Kinder.

Hessenwasser war mit einem Stand vertreten und bot neben Informationen auch Literatur wie z. B. ein Buch: "Naturparadies am Ufer des Rheins". Pflanzen und Tiere im Wasserwerkgelände sind hier vortrefflich abgebildet. Auch über die technische Wassergewinnung und die Bauten auf dem Gelände wurde berichtet.

Ein herzliches Dankeschön an alle Besucher für Ihr reges Interesse und Ihre Spenden. Wir freuen uns, wenn wir Sie im nächsten Jahr wieder begrüßen dürfen.

 
Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

2 Jungstörche in der Küferstraße

Foto: Paul Meilinger

Wieder ein Unglück im Kamera Horst am 08. Juni

Als wir am frühen Abend des 08. Juni um 17.30 Uhr die Kamera einschalteten, um nach den Jungen zu schauen, traf uns der Schlag. Es waren nur noch 4 Junge zu sehen und die waren mit Blutspritzern übersäht. Insgesamt bot sich uns ein Bild von zerzausten Storchenköpfchen. Um 14.00 war doch noch alles in Ordnung gewesen. Was war bloß passiert? Wir fuhren sofort auf das Gelände, um uns einen Überblick zu verschaffen und ggf. auch zu helfen.
Wir fanden ihn, den größten und ältesten Jungstorch, schwer verletzt unterhalb des Horstes (wir stellen vom Zustand dieses Jungstorches kein Bild ein!). Der Kopf war zerhackt und stark blutig. Der rechte Flügel und das rechte Bein offen gebrochen.
Am Pfingstsonntag bekamen wir keinen Tierarzt, der dem Storch den Gnadenakt gönnte und so mußten wir ihn schwer verletzt seinem Schicksal in der Nacht überlassen. Wir können nur vermuten, was passiert ist in den Stunden zwischen 14.00 Uhr und 17.30 Uhr. Die Hackverletzungen deuten darauf hin, dass unser Jungstorch Opfer einer Attacke des Fremdstorches wurde, den wir in den letzten Tagen des öfteren (auf der Kamera stehend) beobachten konnten.

 

Am frühen Abend des 08. Juni nach der Attacke

Winterstörche 2014

Ein paar Altstörche fühlen sich hier in Schierstein so wohl, dass sie sich dem Abflug Richtung Süden entziehen. Sie verbringen den Winter in unseren Breiten ohne Probleme und menschliche Unterstützung. Die „Winterstörche“ sind auch eine gewisse Garantie dafür, dass wir im kommenden Jahr wieder ein erfolgreiches uns spannendes Storchenjahr in Wiesbaden-Schierstein und Umgebung erleben können.

Wir zählen aktuell ca. 20 Störche im Winterquartier, die Sie teilweise hier im Wasserwerksgelände oder am Rosenhof in Walluf beobachten können

Rückblick 2014

Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Storchenjahr zurück. Dieses Jahr gab es in Schierstein 24 Brutpaare, von denen 23 erfolgreich für Nachwuchs gesorgt haben. Insgesamt erblickten 55 Jungstörche das Licht der Welt.

Leider gab es auch Verluste. Zwei unserer Jungstörche hatten diesen Sommer eine tödliche Begegnung mit der Deutschen Bahn und wurden von Zügen erfasst. Ein Altstorch starb zudem bei einem Autounfall an der Grorother Straße. Der größte Teil der Störche ist jedoch im August munter in die Winterquartiere Richtung Süden aufgebrochen. Circa 20 Wintergäste sind hingegen hier geblieben.

Die Arbeit des Vereins bestand dieses Jahr vornehmlich in der Instandsetzung alter und der Aufstellung neuer Horste, sowie der Beringung der Jungstörche. Natürlich wurde anhand der Beringung auch weiterhin protokolliert, welche der erwachsenen Tiere zugezogen, oder wieder Heim gekehrt sind.

Die Bestückung der Schaukästen konnte dieses Jahr nicht so intensiv betrieben werden, dafür erfreuen sich jedoch unsere Homepage und der Newsletter, den man über die Homepage abbonieren kann, recht großer Beliebtheit.

Die Storchengemeinschaft Schierstein wünscht allen Schiersteinern sowie den Freunden und Förderern der Störche ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2015. Wir bedanken uns für die Unterstützung und das Interesse an unserer Arbeit.

Der Elsässer wurde 22 Jahre alt

Elsaesser

Wir nennen ihn den „Elsässer“, weil er 1992 im Elsass schlüpfte und beringt wurde. Er war ein treuer Brutvogel in Schierstein und sorgte für reichlich Nachwuchs, meistens mit ein und derselben Partnerin.

1992 schlüpfte der Storch
und wurde dort beringt. Er ist kein Unbekannter für uns, denn in seinem vierten Lebensjahr (1996) konnten wir ihn erstmals ablesen und zwar auf dem Horst 2 als Brutvogel. Er blieb dem Horst 2 treu für 10 Jahre - bis 2006 - immer als Brutvogel.

Im Jahr 2007 wechselte er in den Horst 1 und schloss eine Partnerschaft mit einer Niederländerin. Die beiden Störche sorgten regelmäßig für Nachwuchs bis in das Jahr 2013. Das war auch das Jahr, in dem wir unseren Elsässer das letzte Mal ablesen konnten.

2014 hatte die Niederländerin aus Horst 1 einen anderen Partner. Ob der Elsässer eine andere Partnerin fand, ob er brütete, oder schon vor der Brutzeit in 2014 verstarb, können wir nicht wissen.

Am 06. Oktober 2014 wurde er am Rheinufer der Insel Petersaue von Hubertus Krahner tot geborgen. Eine Angelschnur fesselte ihn an einem Fuß und machte eine Futtersuche unmöglich.

 

Eine verhängnisvolle Angelschnur

Elsaesser

Unser "Elsässer" musste sterben, weil sich sein rechter Fuß in einer Angelschnur verhedderte, quasi ihn fesselte. Dieser Storch konnte nicht mehr auf Futtersuche gehen. Man erkennt deutlich die Abschnürung am Gelenk. Hubertus Krahner hat ihn am 06. Oktober 2014 am Rheinufer der Insel Petersau tot geborgen. Der Storch trug einen Alu-Ring mit der Nummer Straßburg 1724. Lesen Sie im nachfolgenen Artikel die Geschichte zu unserem Weißstorch mit dem Namen "Elsässer".

 

Die Störche fliegen in den Süden

Fundländer-Statistik

Wer des Öfteren die A66 Richtung Wallau unterwegs ist, konnte schon einige "Storchen-Tiefflieger" beobachten. Sie fliegen tatsächlich die A66 entlang, ziemlich tief sogar, um auf den geernteten Feldern in Wallau oder Delkenheim zu landen. Der Tisch dort war reichlich gedeckt. Zwischen Nordenstadt und Wallau konnten wir mindestens 25 Tiere zählen. Für die Reise in den Süden brauchen sie ordentlich Futter, damit sie genügend Kraftreserven aufbauen können. Die Jungvögel werden zuerst abreisen, die Elternvögel etwas später nachziehen.

Wohin sie ziehen, sehen Sie auf unserer Grafik, die Sie mit einem Klick vergrößern können.