Gefahren

Gefahren für die Störche

Schon die Jungstörche sind vor Gefahren nicht sicher. Gern besuchen die Eltern Mülldeponien, wo sie außer Essensresten und kleinem Getier oft auch weiche Gummis als Nahrung aufnehmen und den heranwachsenden Adebaren verfüttern.

Felix

Glück im Unglück hatte im Jahre 2006 der Schiersteiner Jungstorch „Felix“ (so getauft von seinen Rettern), der reglos in einem Nest auf einem Ansitz entdeckt wurde. Der herbeigeeilte Tierarzt nahm das halb verendete Tier mit nach Hause und drückte aus seinem Schlund diverse Gummiteile, einen Babyschnuller und das Mittelstück einer Kanüle heraus (siehe Bildergalerie). „Felix“ konnte wieder aufgepäppelt werden und flog nach einigen Tagen Rekonvaleszenz im Storchengehege (Nachts in der Voliere) zu seinen Artgenossen auf die Wiesen im Gelände und trat mit ihnen auch die Reise in den Süden an.

Fotos Copyright Dr. Richard Pertsch
Foto "Flugversuche": Copyright Helga Sigmund

Hungrige Füchse

Mancher Jungstorch „strandet“ bei seinem ersten Flugversuch im hohen Gras oder Gebüsch, wo er sich aus eigener Kraft noch nicht befreien kann. Wird er nicht von einem der Mitglieder der Storchengemeinschaft entdeckt, landet er garantiert im Magen eines hungrigen Fuchses.

Auf dem Weg ins Winterquartier

Große Gefahren lauern auf dem Weg ins Winterquartier. In vielen Ländern sind die Stromleitungen noch nicht „storchensicher“, und so verenden viele von ihnen durch Stromschlag. In manchen Ländern Afrikas dient der Storch als Nahrungsmittel. Wird er nicht verspeist, so kann es sein, dass er beim Verzehr von Heuschrecken Insektizide aufnimmt, mit denen man den riesigen Heuschreckeschwärmen Herr zu werden versucht, und stirbt. Aber auch Dürrekatastrophen und andere Umweltkatastrophen können den Tieren gefährlich werden.

Für viele Jungstörche wird der Kräfte zehrende Zug ins Winterquartier selbst zur Falle. Man schätzt, dass ein Drittel der Jungtiere nicht überlebt.

Freilaufende Hunde

Und nicht zuletzt sind in Schierstein auch freilaufende Hunde eine Gefahr, die schnell einmal den Störchen, die über die Überschwemmungswiesen staksen, zu nahe kommen.